Skulpturen Projekt 2017

mit Manfred Brückner


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Eine Skulptur wird gebor(g)en


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Projekt KUNST am BAU 2015/16


U M L E I T U N G

 

Beteiligt sind Schüler der Geschwister-Scholl Schule auch an Manfred Brueckners internationalem Projekt „Umleitung“ gemeinsam mit der Hans-Radl-Schule in Wien, einem sonderpädagogischen Zentrum für körper- und mehrfachbehinderte Kinder. „Eine Umleitung ist ein Weg mit veränderter Streckenführung, weil es ein Hindernis gibt. Was im Straßenverkehr mit guter Beschilderung leicht zu bewältigen ist, führt bei Hindernissen im Leben oft zu größeren Problemen. Ausgelöst von Rückschlägen müssen wir neue Wege suchen. Und um sie in persönliche Erfolge zu verwandeln, müssen wir zuerst verstehen, dann lernen und schlussendlich handeln“, erklärte Monika Binder, Lehrerin und Kulturbeauftragte der Hans-Radl-Schule, den Hintergrund des Projekts „Umleitung“, das zusammen mit der Ahlener Geschwister-Scholl-Schule länderübergreifend durchgeführt wird.

 

Binder bezeichnete Brückner als „Reisenden zwischen beiden Ländern“. Sein Kunstprojekt, das auf 16 Holztafeln von Hindernissen, Wünschen, Grenzen, Umwegen und Hoffnungen erzähle, sei sowohl in Ahlen als auch in Wien geschrieben, gezeichnet, gemalt und überarbeitet worden. „Diese Arbeiten werden möglicherweise Teil einer Ausstellung von Schülerarbeiten, die für den Spätherbst 2015 in Wien geplant ist“, kündigte die Kulturbeauftragte an.

(Text: Jotzeit)

PILGERWELTEN 

Eröffnungsveranstaltung des Kunstprojektes "Peacezeichen"

am 8.5.2015  

  

Der Kreiskunstverein und die Geschwister-Scholl-Schule in Ahlen ziehen an einem Strang: Vier Schüler aus Ahlen und Manfred Brückner ist es zu verdanken, dass zwischen Rathaus und Ems bald das Peace-Zeichen erblühen wird.

 

Wie schön muss das Peace-Zeichen aus Lavendel hinter dem Rathaus erst aussehen, wenn die Pflanzen blühen? Vier Schüler und Manfred Brückner, Mitglied des Kreiskunstvereins Beckum-Warendorf, haben das Friedenszeichen passend zur Einweihung des Jakobswegs fertiggestellt. Mehrmals mussten sie am Donnerstagnachmittag aber ihre Arbeit unterbrechen und ins Gebäude gehen, weil es einfach zu stark regnete.

Simone Thieringer, bei der Stadt Telgte für Kultur verantwortlich, sprach von einem „wunderbaren Mehrwert“ für den Jakobsweg durch das gepflanzte Friedenszeichen. Mehr solcher „Gedankenstopps“, sagte sie, wünsche sie sich für den Pilgerweg auf Telgter Boden.

Für sie symbolisiere das Peace-Zeichen auch Freiheit ,„beides – Freiheit und Frieden – gehören zusammen“, sagte eine Schülerin.

Bedirhan Basaran, Zehra Üstün, Rokusal Ahmo und Serenay Ertug macht es sichtlich Spaß, die Pflanzen in den Boden zu setzen. Wer sie beobachtet, spürt, dass es ihnen eine Ehre ist, diesen „Gedankenstopp“ schaffen zu können. Alle vier besuchen die Geschwister-Scholl-Hauptschule in Ahlen. Manfred Brückner ist dort freier Mitarbeiter und fragte die Schüler, ob sie Lust hätten, in Telgte ein Peace-Zeichen zu pflanzen. Sie hatten! Er habe sich mit dieser Idee, so Brückner, beim Kreiskunstverein beworben.

Nur zwei der vier Schülerinnen sind übrigens in Deutschland geboren. Rokusal Ahmo erblickte in Syrien das Licht der Welt, Serenay Ertug in der Türkei. Alle vier sprechen hervorragend Deutsch.

Dass die Arbeit der Schüler ein Hingucker wird, zeigte sich schon vor der Fertigstellung: Selbst im Regen blieben Passanten stehen, schauten und redeten darüber miteinander.

Pressebericht von Bettina Laerbusch

 

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P E A C E Z E I C H E N  -  P I L G E R W E L T E N 

neues Kunstprojekt mit Manfred Brueckner 

 

In die Natur gehen heißt, dem Leben begegnen. Natur ist Wachsen, Werden und

Vergehen, also das „ganze“ Leben.
Natur erleben heißt, Stille erfahren. Nicht als Abwesenheit von Lärm, sondern als Zugang zu Innerlichkeit und Begegnung.
Ein Spüren, was ist und für Augenblicke, wer man ist. Und damit auch, welche Verantwortung wir tragen, für uns selbst und alles Lebendige um uns.
Gehen, unterwegs sein, kann helfen, ein Anderer zu werden und vielleicht ganz bei sich anzukommen. Wir denken weniger, wenn wir weit gehen. Statt zu vieler Gedanken ist da Aufmerksamkeit  - wir sehen, hören und riechen.
Gehen ist eine Form der Meditation: Ganz von allein richtet sich die Aufmerksamkeit auf das, was da ist – bis hin zu dem Punkt, wo das Bewusstsein des Wanderers mit der Umwelt verschmilzt.
Ein Ort der Ruhe, an dem man Frieden, in jeder Bedeutung des Wortes, finden kann, soll entstehen. Das Zeichen für Frieden, schon in seiner Kreisform ein Symbol für Anfang und Ende und ein stetes Weitergehen im Denken und im Handeln möchte ich (gemeinsam mit Schülern der Geschwister-Scholl Schule) gestalten.
Es zuerst aus dem Boden graben, die Natur verändern, wie wir als Menschen das seit langer Zeit tun, allerdings nur mit Natur bearbeiten und es bepflanzen: dem Frieden ein Denkmal „setzen“, mit Blumen, die Aufmerksamkeit wecken und Symbolkraft haben, wie z.B.: Anemonen, Krokus, Primeln, Veilchen, Mohn, Gänseblümchen – die für Hoffnung und Liebe stehen, oder Verbenen, Myrte und im Speziellen der Olivenbaum, dessen Ölzweig schon im alten Christentum für den Frieden stand.
Dieser Ort des Friedens soll einladen zum Innehalten, zum Spüren, Sehen und vielleicht einem Gespräch, zu dem, was wir verstehen, wenn wir „Frieden“ denken. Er soll, bis auf ganz grundlegende Pflege, die ich mit den Schülern übernehme,  der Natur und den Pilgern überlassen bleiben, als Zeichen dafür, dass die Welt sich stets verändert und wir als Menschen gefordert sind, zu überdenken, wie wir dabei zerstören, eingreifen und/oder miteinander leben wollen.

 

Vier Schüler der Geschwister-Scholl-Schule werden mit Manfred Brueckner dieses Projekt realisieren.

 

Eröffnung am 8.5.2015 in Telgte    (Fotos unten)  


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Kunstprojekt: Schüler zeigen ihre Seele

Presseartikel Die Glocke v. 2.11.2014 

 

Ahlen/Ernestinovo (det) - Konzentriert und hoch motiviert sitzt Merve Oroc (16) am Tisch. Vor ihr liegt ein drei Meter langes und 1,2 Meter breites Papierstück. Die Schülerin tupft ihren kleinen Schwamm in den Farbkasten undgestaltet damit einen Teilbereich des riesigen Bildes.  „Das sind meine Wünsche und Hoffnungen“, erklärt sie und weist auf eine Sprechblase mit Zeichnungen hin.

 

Stolz sind die Zehntklässler der Geschwister-Scholl-Schule auf ihre beidenWerke. In den Osterferien fahren sie für eine Woche nach Ernestinovo (Kroatien), um direkt vor Ort zu arbeiten.

                                              Bilder: Jotzeit

 

Neben Merve arbeiten 17 weitere Zehntklässler der Geschwister-Scholl-Schule an dem farbenfrohen Bild sowie an einem gleichgroßen Papierstück, auf dem ihre Erfahrungen, Gedanken und Gefühle in Textform stehen. Beide Arbeiten stehen im direkten Zusammenhang mit dem internationalen Kunstprojekt „Die Welt, das Dorf, die Liebe“.

 

„Alle machen begeistert mit“, schwärmt Kunstpädagogin Ulla Niehues. „Die Schüler geben ihre Seele her“, sagt sie. Besonders beeindruckt sei sie von der Ehrlichkeit der jungen Menschen. In ihren Bildernund Texten verarbeiteten sie ihre Sorgen, Ängste und Nöte, aber auch ihreSehnsüchte und Zukunftsperspektiven.

 

Vorausgegangen war ein Kontakt zu einer siebten Klasse in Ernestinovo (Kroatien). Die noch fremden Schüler hatten 20 Briefe geschickt, in denen sie ihre eigene Situation schilderten. Dazu gehörten auch die Nachwirkungen des Krieges und die persönliche Lebenssituation. Die Briefe waren von zwei Schülern der Geschwister-Scholl-Schule übersetzt und vorgetragen worden.

 

 „Auf diese Briefe wollen wir nun antworten und unsere eigenen Wünsche spiegeln“, erklärt der Ahlener Künstler Manfred Brückner, der den Stein an derHauptschule ins Rollen gebracht hat. Seine künstlerische Weggefährtin Milica Reinhart hat das von der Europäischen Union (EU) geförderte Vierjahresprojekt angestoßen, an dem sich nicht nur Jugendliche aus mehreren Ländern beteiligen, sondern auch eine Gruppe von internationalen, professionellen Künstlern.

 

Mit Milica Reinhart, die 1958 in Djakova (Kroatien) geboren wurde und als Kind nach Deutschland kam, verbindet Brückner eine intensive Freundschaft. Seit 2011 haben sie mehrere Kunstprojekte durchgeführt.Und obwohl Milica Reinhart nach 48 Jahren zu ihren Wurzeln nach Kroatien zurückgekehrt ist, wird die Zusammenarbeit fortgeführt.

 

Für Brückner war es daher selbstverständlich, seine Kunstkollegin bei dem EU-Projekt zu unterstützen. Bereits am kommenden Mittwoch, 5. November, reist  

er zu ihr nach Kroatien. Dabei wird der Ahlener Künstler einen ersten Teil der Schülerarbeiten, das Papierwerk mit den Texten,im Gepäck haben. Die Schüler  

der Geschwister-Scholl-Schule freuen sich indes schon auf die Osterferien.  

Dann werden auch sie für eine Woche nach Kroatien reisen und das zweite Bild mitbringen.  

 

Hintergrund

Bei dem Kunstprojekt „Die Welt, das Dorf, die Liebe“ kommen Jugendliche aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Schichten und ethnischen Hintergründen in einem Kunstlabor zusammen. Dort finden sie den Raum zur gemeinsamen Arbeit und können eigene Gedanken und Gefühle zeigen.

Ausgangspunkt sind poetische Texte der Jugendlichen, entnommen privaten Aufzeichnungen, Tagebüchern, Briefen oder Songtexten. Eine Gruppe von internationalen Künstlern unterstützt die Jugendlichen und wirk tüber verschiedene künstlerische Methoden mit, die Aussagen visuell über Farbe und Form zu vertiefen.

Die Ergebnisse des Labors werden detailliert dokumentiert und bilden die Grundlage für weitere Labore in Deutschland, den Niederlanden, Österreich und Slowenien. Dort starten die Künstler der Partnerorganisationen ihrerseits Kunstlabore mit Jugendlichen und arbeiten mit den gleichen künstlerischen Herangehensweisen des Bildersammelns.

Bei dem Projekt sollen sich die jungen Menschen mitkünstlerischen Positionen darüber austauschen, was aus der jeweiligen Perspektive der jungen Menschen in den anderen beteiligten Ländern relevant ist. Nach dem Abschluss der dreijährigen Arbeitsphase findet eine gemeinsame internationale Kunstausstellung statt.

 

 

KunstProjekt

DIE WELT, DIE STADT, DIE LIEBE

 

In diesem Kunstprojekt werden Jugendliche aus unterschiedlichsten gesellschaftlichen Schichten und ethnischenHintergründen in der persönlichen Begegnung und in der gemeinsamen Arbeit inVerbindung mit Schrift, Form  

und Farbe ihre eigenen Erfahrungen, Gedanken undGefühle zeigen, ihre Ideen über  „Die Welt, Die Stadt, Die Liebe“ visualisieren. Ausgangspunkt der Arbeiten  

werden „poetische“ Texte der Jugendlichen sein,entnommen ihren privaten Aufzeichnungen, Tagebüchern, Briefen, Gedichten oderSongtexten. Alle diese  

„Schriftstücke“ sind als Grundlage für eine künstlerische Arbeit geeignet. Die Künstler werden die Auswahl von Texten begleiten und über verschiedenste künstlerische Methoden den Jugendlichenhelfen, die Aussagen visuell über  

Farbe und Form zu vertiefen.


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Der Prozess des Entstehens der Kunstwerke ist für Besucher geöffnet. Der ausgesuchte Ort wird diese Tage zum Laboratorium, wo den Aktiven alle mögliche Materialen und Medien zur Verfügung stehen – Kameras und Laptops, aber auch verschiedenste Zeichen- und Malmaterialien- abhängig von den Wünschen der Teilnehmer. Zuerst werden viele „Bilder“ als Kontexte zu den ausgewählten Texten gesammelt. Die "Außenwelt" wird mit in dessen Ort gebracht, weil die Teilnehmer auch draußen Bild sammeln werden, z.B. Fotografie, Film, Zeichnung, einfache Farbnotizen. Diese Sammlungen werden wachsen und Grundlage sein für die letztendliche Arbeit. Das gesammelte Bildmaterial wird bearbeitet, umgestaltet, benützt, zusammengefügt, teilweise wieder verworfen, weggeworfen, usw., so dass auf Dauer über viele intensive künstlerische Prozesse, die immer zwischendurch auch gemeinsam kritisch reflektiert werden, die abschließende große Arbeit entsteht.  

 

Die Künstler werden die Visualisierung auch der Prozesse inhaltlich und technisch begleiten, immer in direktem Austausch mit den jungen Künstlerinnen und Künstlern, die diesen Prozess auch als fruchtbar und intensiv erleben sollen und dabei ein Gespür für ihre eigene künstlerische Authentizität und für die Qualität ihrer Arbeiten entwickeln sollen. Jeder Teilnehmer arbeitet im Prinzip an seinem eigenen Werk, obwohl gemeinschaftliche Phasen denkbar sind. Fundament der ganzen Arbeit ist immer wieder der offene Austausch von Arbeitsmethoden, Ideen, Gedanken. In Zusammen mit der Laboridee ist das Projekt insgesamt auf nachhaltige Kommunikation angelegt.

 

 KunstProjekt 

FreeART 2014   

 

Unter der Federführung von Manfred Brückner wurde nach der Schulzeit der Pavillon auf dem Schulgelände umgestaltet. Sowohl die Wand zur Mensa hin, als auch der Eingangsbereich wurden verändert! Mitwirkende waren Lena, Saskia, Daniel, Max, Simon und Jonas - Schüler der neunten und zehnten Klassen.  


Kanäle der Jugendkultur sind dynamisch und erlebnisorientiert, auf Spaß ausgerichtet und haben vordergründig einen auf Abtauchen in sinnliche Wahrnehmung basierenden Zugang.
Kunst und Kultur von Jugendlichen ist eineKultur mit Eigensinn und die kreativen Ausdrucksformen dienen nicht in erster Linie einer kritischen Reflexion, sondern bieten die Möglichkeit, sich auszudrücken, die Umwelt nach eigenen Wünschen zu gestalten und dabei Statements zu hinterlassen, mit denen andere Jugendliche sich identifizierenkönnen. Es geht meist nicht um kritische Stellungnahmen, nicht darum, Neues zu erfinden, sondern sich im Rahmen des eigenen Stils möglichst originell auszudrücken. Schöpferisches entsteht aus dem ganz eigenen „Szenestil“.
Die Anforderungen an die soziale und emotionale Kompetenz von Jugendlichen sind heute oft verschärft und gerade kreativeTätigkeiten erweisen sich als tragfähige Strategien zur Persönlichkeitsentwicklung.

                                                                                                             Manfred Brückner